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Frank Kossmann

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"Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein!"
(Robert Bosch)

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Die private Krankenversicherung

Die Vollversicherungen ist im Gegensatz zur Gesetzliche Krankenversicherung kein Zweig der Sozialversicherung und demnach eine Versicherung auf freiwilliger Basis. Die Leistungen der privaten Krankenversicherung sind frei wählbar. Angefangen von Basistarifen, die dem Versicherungsschutz und Beitragsniveau in etwa dem der gesetzlichen Krankenversicherung angepasst sind, finden sich in den Grundtarifen schon eine Vielzahl an Leistungserweiterungen, wie z.B. die Behandlung im Krankeitsfall durch frei auswählbare Chefärzte, die Unterbringung im Krankenhaus in einem Ein- oder Zweibettzimmer, die Vereinbarung eines Krankentagegeldes, die Kostenübernahme für Behandlungen durch Heilpraktiker und vieles mehr. Durch die Vereinbarung von Tarifen mit Selbstbehalten oder Eingenanteilen schafft man gewisse Beitragsflexibilität. Diese ist auch notwendig, da die Beiträge zur privaten Krankenversicherung im Durchschnitt höher liegen, als die der gesetzlichen Krankenversicherung. Es ist auch empfehlenswert, die Tarife mehrer Krankenversicherungen miteinander vergleichen zu lassen.

Als “Privatpatient” hat man sowohl im ambulanten und stationären Bereich erhebliche Vorteile gegenüber dem Status eines “Kassenpatienten”. Die Behandlungen sind in der Regel weitaus umfangreicher, die Medizinversorgung ist eine bessere. Das liegt zum einen daran, dass die Ärzte nicht wie in der gesetzlichen Krankenversicherung streng nach Katalog abrechnen müssen, sondern darüber hinaus das bis zu 3,5 fache der normalen Gebührenordnung für Ärtze (GOÄ) ansetzen bzw. veranschlagen können.

In der privaten Krankenversicherung unterscheidet man zwischen sogenannten Volltarifen und Zusatzversicherungen. Mit speziellen Zusatztarifen haben auch gesetzlich krankenversicherte die Möglichkeit, den Versicherungsschutz Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung auf privates Niveau anzupassen. Die Wahl nach der jeweiligen Krankenversicherung steht hierbei jedem Versicherten frei. Die private Krankheitskostenvollversicherung deckt die ambulante und stationäre Heilbehandlung ab, die Krankheitskostenteilversicherung wird meist als Zusatzversicherung von Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung gewählt und deckt zumeist die stationäre Behanldung als Privatpatient ab.

Um sich überhaupt privat versichern zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Angestellte Arbeitnehmer müssen erst über eine bestimmte Einkommensgrenze gelangen, um sich von der Versicherungspflicht freistellen lassen zu können, und somit die Möglichkeit zu bekommen, eine private Krankenvollversicherung abzuschließen. Im Jahr 2019 liegt die sog. “Versicherungspflichtrgrenze”, bzw. “Jahresarbeitsengeltgrenze (JAEG)” bei  60.750 Euro Bruttojahreseinkommen. Die Jahresarbeitentgeltgrenze wird von der Bundesregierung mittels Rechtsverordnung nach dem Verhältnis der Entwicklung der Lohn- und Gehaltssummen von Jahr zu Jahr angepasst. Grundsätzlich von der Versicherungspflicht befreit sind Selbstständige, Freiberufler und Beamte. Diese Personengruppen müssen nicht erst ein Einkommen oberhalb der Jahresarbeitentgeltgrenze vorweisen, sondern können sich sofort privat krankenversichern. Beamte, (Öffentlicher Dienst) erhalten zumeist vom Staat anteilige Beitragsentlastung über die sogenannte “Beihilfe"